Seit Gründonnerstag feiern wir noch bis zum Montag das Osterfest, neben Weihnachten der größte Feiertagsblock in Deutschland. Doch an den drei Feiertagen – Karfreitag, Ostersonntag und -montag – bleiben nicht nur die Behörden und Geschäfte geschlossen, sondern in vielen deutschen Städten und Bundesländern auch Discos, Clubs, Schwimmbäder, Museen, Lokale und andere Freizeitstätten.

Grund ist der religiöse Hintergrund des Osterfestes und der Auferstehung von Christus, die laut der Kirchenvertreter nicht zum sakralen Trauercharakter der Feiertage passt. Deshalb herrscht in Deutschland das sogenannte „Tanzverbot“, genauso wie an anderen „stillen Feiertagen“ wie dem Totensonntag und Volkstrauertag. Selbst die Bundesliga setzt am Freitag seine Spiele aus.

Dabei gibt in den Bundesländern unterschiedliche Auslegungen dazu. In Baden-Württemberg z.B. sind am Karfreitag öffentliche Tanz- und Sportveranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb verboten. Nur Hintergrundmusik ist erlaubt, aber kein Tanz. Von Gründonnerstag bis Karsamstag sind „öffentliche Tanzunterhaltungen“ tabu, an Ostersonntag gilt das Tanzverbot von 3 bis 11 Uhr.

Keine Musik und kein Tanz in vielen Bundesländern

Ähnlich streng wird es in Bayern gehandhabt. In den Nächten vor stillen Feiertagen darf bis zwei Uhr morgens getanzt werden, außer an Karfreitag und Karsamstag. Für Karfreitag ist jede Art von „Musikdarbietung in Räumen mit Schankbetrieb” ausnahmslos verboten. Am Ostersonntag dürfen die Bayern dann wieder das Tanzbein schwingen.

Auch in Hessen gibt es starke Einschränkungen. Am Gründonnerstag herrscht zwischen 4 und 24 Uhr Tanzverbot. Karfreitag und Samstag bleiben die Clubs und Kneipen komplett still zu. Am Ostersonntag darf erst ab zwölf Uhr wieder Stimmung gemacht werden. Leere Tanzflächen findet man auch im katholischen Rheinland.

Das Land NRW hat beschlossen: Gründonnerstag ist ab 18 Uhr öffentlicher Tanz verboten. Märkte, Sport-Veranstaltungen wie Pferderennen sowie Zirkusveranstaltungen und Volksfeste sind am Karfreitag bis zum nächsten Tag um sechs Uhr verboten. Ausnahme sind Großmärkte, die ab drei Uhr wieder den Betrieb aufnehmen dürfen. Selbst in der deutschen Party-Hauptstadt Berlin und in Hamburg müssen sich die Menschen zurückhalten – allerdings nur am Karfreitag in der Zeit zwischen 4 und 21 Uhr.

Aktionen in vielen Städten gegen das Tanzverbot

Allerdings regt sich auch Protest gegen das Feiertagsgesetz in Form von Petitionen und musikalischen Aktionen. So veranstaltete die Piratenpartei Stuttgart am Karfreitag ein öffentliches „Abzappeln gegen das Tanzverbot”. Die Partei halte das Verbot für nicht mehr zeitgemäß, wie ein Sprecher sagte. Außerdem würde diese kirchliche Bevormundung der Trennung von Staat und Kirche widersprechen.

Auch an der Osterfeiertagen werden ähnliche Aktionen durchgeführt, aber in den nördlichen Bundesländern ist hier schon mehr möglich. Ansonsten heißt es für Feierwütige, sich für ein paar Tage zu gedulden oder im privaten Rahmen zu feiern.

Was haltet ihr vom Tanzverbot

 

Montag, der 30. März, wird für viele empfindliche Menschen ein kleiner Alptraum werden, wenn sie zum ersten Mal nach der Zeitumstellung früh aufstehen und zur Arbeit gehen müssen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird um 2.00 Uhr der Uhrzeiger wieder um eine Stunde nach vorne auf 3.00 Uhr auf die Sommerzeit gestellt, die bis Ende Oktober gilt.

Die fehlende Stunde stecken manche, gerade jüngere Menschen locker weg, aber gerade empfindliche, kranke und ältere Leute sowie Schwangere und Menschen mit Schlafstörungen, psychischen Problemen und unregelmäßigen Schlafrhythmen werden darunter leiden. In der Regel braucht der menschliche Körper dann, ähnlich wie beim Jetlag auf Reisen, einen bis zwei Tage, bis sich Körper und Kreislauf komplett darauf eingestellt haben.

Mit einigen kleinen Tipps kann man den „Summertime Blues“ vermeiden – zum einen sollte man schon am Samstag alle festen Aktivitäten um mindestens eine halbe Stunde vorverlegen, z.B. das Abendbrot und das Schlafengehen. Damit kann man einen Teil der fehlenden Zeit vorholen. Am Sonntag ruhig ausschlafen und den Körper die fehlende Zeit kompensieren lassen. Damit lassen sich Müdigkeit, Gereiztheit, Erschöpfung und mangelnde Leistungsfähigkeit abmildern.

Die fehlende Zeit lässt sich mit Planung aufholen

Am Montag dann am besten überall in der Wohnung oder im Haus das Licht anschalten und Musik hören, um Geist und Seele zu beleben. Auf einen Mittagsschlaf sollte man am Sonntag verzichten, sonst fällt das Einschlafen am Abend schwerer. Vor allen Dingen aber nicht ärgern, denn schlechte Laune verstärkt das Gefühl der Müdigkeit durch die Zeitumstellung noch weiter. Spätestens Mitte der Woche sollte der Körper sich wieder an den normalen Tagesablauf gewöhnt haben.

Die Sommerzeit wurde in Deutschland erstmals von 1916 bis 1950 praktiziert, und 1947 gab es sogar eine dritte Hochsommerzeit. Von 1950 bis 1980 verzichtete man durch die politische Teilung Europas darauf. Erst ab dem Herbst 1980 wurde sie in Deutschland und den meisten Ländern Europas wieder eingeführt – damals als Überlegung zur Energiekrise 1973.

Mit dieser künstlichen Zeitverschiebung wollte man Energie sparen bzw. durch den späteren Frühlings- und Sommerabend das Tageslicht besser nutzen – und durch späteres Lichteinschalten Energie sparen. Allerdings drehen dabei gerade in den kälteren Monaten März, April und Oktober die meisten Leute dafür morgens die Heizung auf, wodurch der Energiespar-Effekt letztendlich ausbleibt.

Sinn und Zweck der Zeitumstellungen

Kritiker wollen seit längerem die Zeitumstellung abschaffen, und laut einer Umfrage der DAK wären 73% der Bundesbürger dafür. Der Umfang aber würde viel Planungszeit, Kosten und Umstände erfordern, und alle daran beteiligten Länder müssten mitziehen – deshalb wird es demnächst wohl noch dabei bleiben.

Wie geht ihr mit der Zeitumstellung um? Habt ihr keine Probleme damit, oder leidet ihr darunter? Findet ihr, dass man sie abschaffen sollte? Und falls ihr Maßnahmen oder Produkte gegen den „Timelag“ habt, teilt sie uns ruhig mit. Wir freuen uns auf eure Meinung darüber auf Xviser.de – dem immer zeitgemäßen Bewertungsportal für alle wichtigen Dinge des Lebens!

 

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